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Die 45,77-Millionen-Euro-Transformation des Strandes Žnjan — Vorher, während und nachher

Wie Splits größter Strand von einer vernachlässigten Küste zum 'Miami von Split' mit einer Investition von 45,77 Millionen Euro wurde — die vollständige Geschichte der Wiedergeburt von Žnjan.

znjan-team Zuletzt aktualisiert 26. Februar 2026 10 Min. Lesezeit

Die größte Strandtransformation in der Geschichte Kroatiens

Am 21. Juni 2025 enthüllte Split offiziell einen völlig neu geborenen Strand Žnjan — den Höhepunkt einer Investition von 45,77 Millionen Euro und über einem Jahr intensiver Bauarbeiten. Das Projekt stellt die größte Küstenentwicklung in Split seit 50 Jahren dar und hat einen vernachlässigten, chaotischen Küstenabschnitt in eine erstklassige Strandpromenade verwandelt, die Einheimische heute stolz als „Miami von Split” bezeichnen.

Wie war Žnjan vorher?

Jahrzehntelang war der Strand Žnjan Splits größte verpasste Chance. Obwohl er mit über 2 Kilometern der längste Strand der Stadt war, litt er unter:

  • Chaotischem Parken — Autos parkten wahllos auf unbefestigten Flächen und verursachten Staub und Staus
  • Bröckelnder Infrastruktur — Veraltete Wasser-, Abwasser- und Elektrosysteme
  • Provisorischen Essensständen — Ein Mix aus temporären Ständen mit uneinheitlicher Qualität
  • Keiner richtigen Promenade — Fußgänger konkurrierten mit Autos und Radfahrern auf schmalen Wegen
  • Eingeschränkter Zugänglichkeit — Keine Rollstuhlrampen, keine ordentlichen Wege
  • Vernachlässigtem Grün — Spärliche Vegetation und nackter Beton

Trotz dieser Probleme liebten die Bewohner Splits Žnjan wegen seiner langen Küste, der flachen Einstiegsbereiche für Kinder und der nach Osten ausgerichteten Lage, die die Morgensonne einfing. Im Sommer war er immer voll — nur eben nicht komfortabel.

Die Vision: Žnjanski Plato

Die Stadt Split entwarf in Zusammenarbeit mit der neu gegründeten Žnjan d.o.o. (einem städtischen Unternehmen mit einer 40-jährigen Verwaltungskonzession) einen ehrgeizigen Masterplan für das gesamte Žnjan-Plateau. Das Projekt umfasste eine Fläche von 31 Fußballfeldern.

Zentrale Gestaltungsprinzipien

  1. Öffentlichkeit zuerst — Alle Strände, Promenaden und öffentlichen Bereiche bleiben frei und zugänglich
  2. Nachhaltig — Einheimische mediterrane Bepflanzung, moderne Entwässerung, energieeffiziente Infrastruktur
  3. Gemischte Nutzung — Kommerzielle Pavillons neben öffentlichen Einrichtungen
  4. Barrierefrei — Durchgängiger Rollstuhl- und Kinderwagenzugang

Die Zahlen

WasDetails
Gesamtinvestition45,77 Millionen Euro
BaubeginnFebruar 2024
Offizielle Eröffnung21. Juni 2025
Abgedeckte FlächeEntspricht 31 Fußballfeldern
Neue Pavillongebäude11 (vergeben über FINA-Auktion, 10-Jahres-Mietverträge)
Tiefgarage530 Stellplätze
Außenparkplätze451 Stellplätze
Gepflanzte Bäume730 Bäume und Palmen
Gepflanzte Sträucher12.815 autochthone Sträucher und Stauden
Grünfläche48.000 m² (Splits zweitgrößte nach Marjan)
Promenadenlänge2+ Kilometer
VerwaltungsgesellschaftŽnjan d.o.o. (40-Jahres-Konzession)

Was sich verändert hat: Vorher und Nachher

Infrastruktur

Vorher: Brüchige Rohre, häufige Abwasserprobleme, unzuverlässige Stromversorgung für Händler. Nachher: Komplett neue unterirdische Infrastruktur — Wasserleitungen, Abwassersystem, Stromnetz und Glasfaseranschluss. Alles ist nach modernen EU-Standards gebaut.

Parken

Vorher: Chaotische unbefestigte Parkflächen, Autos auf Rasenflächen geparkt, Staubwolken im Sommer. Nachher: Eine Tiefgarage mit 530 Stellplätzen hält die Autos aus dem Blickfeld, dazu 451 organisierte Außenparkplätze. Die Oberfläche ist jetzt fußgängerfreundlich mit ordentlichen Gehwegen.

Die Promenade

Vorher: Ein schmaler, unebener Weg, den sich Fußgänger, Radfahrer und gelegentlich Autos teilten. Nachher: Eine über 2 Kilometer lange, neu gestaltete Promenade mit getrennten Spuren für Fußgänger und Radfahrer, gesäumt von einheimischen Pflanzen, Bänken und Beleuchtung. Sie verbindet alle Strandzonen nahtlos miteinander.

Gastronomie und Nachtleben

Vorher: Provisorische Stände, einige Strandbars unterschiedlicher Qualität. Nachher: 11 brandneue Pavillongebäude mit Premium-Strandclubs, Restaurants und Bars — darunter Palma Beach Club, Taboo Beach Club, Casa Sol, Central Beach, MIMI Italian Clubino und GAL Split. Alle wurden durch transparente FINA-Auktionen mit 10-jährigen Mietverträgen vergeben.

Grünflächen

Vorher: Nackter Beton und spärliche Vegetation. Nachher: 48.000 m² gestaltetes Grün — damit ist Žnjan Splits zweitgrößte Grünfläche nach dem Marjan-Park. Die Bepflanzung umfasst 730 Bäume und Palmen sowie über 12.800 einheimische Sträucher.

Das Amphitheater

Eine der spannendsten Neuerungen: ein Freiluft-Amphitheater in die Strandpromenade integriert, konzipiert für Konzerte, Festivals, Kinovorführungen und Gemeinschaftsveranstaltungen. Es nutzt die natürliche Kulisse des Meerblicks und die sommerlichen Abendbrisen.

Barrierefreiheit

Vorher: Kein Rollstuhlzugang, keine barrierefreien Toiletten, felsiges und unebenes Gelände. Nachher: Vollständig rollstuhlgerechte Wege und Rampen von der Promenade zum Strand. Ein Meerzugangslift für Schwimmer mit eingeschränkter Mobilität. Barrierefreie Toiletten, Duschen und 10 reservierte Behindertenparkplätze, die direkt über einen Zugangsweg mit dem Strand verbunden sind.

Einrichtungen für Kinder

Vorher: Ein paar abgenutzte Spielplatzgeräte. Nachher: Moderne Spielplätze, Wasserspielbereiche und eine eigene Kinderstrandzone mit flachem, ruhigem Wasser. Hüpfburgen und Trampoline sind in der Sommersaison in Betrieb.

Das neue Miami von Split

Die Transformation brachte Žnjan schnell den Spitznamen „Miami von Split” ein — nicht wegen Protz oder Überfluss, sondern wegen der Qualität des Stranderlebnisses:

  • Moderne Architektur, die mediterranes und zeitgenössisches Design verbindet
  • Palmengesäumte Promenade, die an Uferpromenaden am Ozean erinnert
  • Premium-Strandclubs mit Liegen, Cocktails und DJ-Sets
  • Aktive Lifestyle-Einrichtungen — Volleyballplätze, Radwege, Laufstrecken
  • Abendstimmung — Beleuchtete Promenade, Amphitheater-Veranstaltungen, Essen am Strand

Der Vergleich ist schmeichelhaft, aber Žnjan hat seinen eigenen Charakter. Er ist unverwechselbar kroatisch — der Kieselstrand, die kristallklare Adria, der Duft von gegrilltem Fisch aus den Pavillonrestaurants und das entspannte mediterrane Tempo.

Wie die Pavillongebäude funktionieren

Die 11 Pavillongebäude sind das kommerzielle Herz des neuen Žnjan. So wurden sie vergeben:

  1. FINA-Auktionsverfahren — Transparente öffentliche Ausschreibung sorgte für faire Marktpreise
  2. 10-Jahres-Mietverträge — Lang genug, damit Betreiber in eine hochwertige Ausstattung investieren können
  3. Gestaltungsrichtlinien — Alle Gebäude folgen einem architektonischen Masterplan für visuelle Einheitlichkeit
  4. Gemeinwohlauflagen — Betreiber müssen den öffentlichen Zugang zu den umliegenden Bereichen aufrechterhalten

Zu den bestätigten Betreibern gehören derzeit Palma Beach Club, Taboo Beach Club, Mistral Beach Club (am Radisson Blu), Casa Sol, Central Beach, MIMI Italian Clubino (F Group) und GAL Split, weitere eröffnen nach Fertigstellung der Pavillons.

Was noch kommt

Obwohl der Strand voll betriebsbereit ist, werden einige Elemente weiter entwickelt:

  • Weitere Pavilloneröffnungen — Nicht alle 11 Gebäude waren zum Start belegt
  • Reifung der Bepflanzung — Die 730 neu gepflanzten Bäume werden über mehrere Jahre zur vollen Krone heranwachsen
  • Kulturprogramm — Der Veranstaltungskalender des Amphitheaters wird jede Saison erweitert
  • Mövenpick Hotel Žnjan — Kroatiens erstes Mövenpick-Hotel eröffnet 2026 mit einem Dach-Infinity-Pool und 156 Zimmern mit Blick auf den Strand

Den neuen Žnjan besuchen

Der beste Weg, die Transformation zu erleben, ist ein Besuch. Der Strand ist ganzjährig geöffnet (die Lokale sind saisonal, Juni–September), und die Promenade eignet sich jederzeit perfekt zum Spazierengehen oder Radfahren.

Anreise: Buslinien 8 und 15 vom Zentrum Splits, oder 10 Minuten mit dem Auto/Taxi.

Parken: Tiefgarage (530 Stellplätze) + Außenparkplätze (451 Stellplätze).

Kosten: Strand und Promenade sind komplett kostenlos. Liegestuhlmiete in den Strandclubs liegt zwischen 20–50 €, je nach Lokal.

Die Wirkung

Die Transformation von Žnjan ist mehr als eine Strandrenovierung — sie ist ein Statement über Splits Zukunft als ganzjähriges mediterranes Reiseziel. Sie bietet:

  • Grüne Infrastruktur für eine Stadt, die sie dringend brauchte
  • Hochwertige Gastronomiebetriebe, die mit Dubrovnik und Hvar konkurrieren können
  • Zugänglichen öffentlichen Raum, der Einwohnern und Besuchern gleichermaßen dient
  • Wirtschaftliche Impulse durch Tourismus, Arbeitsplätze in der Gastronomie und steigende Immobilienwerte

Žnjan ist der Beweis, dass öffentliche Investitionen in die Küsteninfrastruktur sich auszahlen — und dass das „Miami von Split” mehr als nur ein Spitzname ist.